Frankfurt am Main, 07.06.2010
RICHMOND (Biermann) – Die tägliche Einnahme von Vitamin E könnte bei Patienten mit nicht-alkoholischer Fettlebererkrankung (NAFL) den Zustand der Leber verbessern. NAFL ist eine chronische Lebererkrankung, die vorwiegend bei starkem Übergewicht auftritt und zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen kann.
n einer Studie erhielten 247 Patienten 24 Monate lang täglich entweder Vitamin E oder ein Placebo. Bei 43 Prozent der mit Vitamin E behandelten Studienteilnehmer besserte sich der Zustand der Leber beträchtlich; dies war jedoch nur bei 19 Prozent der Patienten der Fall, die das Placebo erhalten hatten.
Die Wissenschaftler schränken ein, dass die Gabe von Vitamin E nicht bei allen Patienten zu einer Verbesserung der Lebererkrankung führte. Zudem nahmen an der Studie keine Diabetes-Patienten – die besonders häufig an einer Fettleber leiden – teil. Deshalb seien noch weitere Untersuchungen notwendig, um zu klären, ob auch Diabetes-Patienten mit Fettlebererkrankung von der Einnahme von Vitamin E profitieren könnten.
Da die Studie nur zwei Jahre andauerte können die Forscher keine Aussagen über die langfristigen positiven, aber auch negativen Auswirkungen der Einnahme von Vitamin E in den verwendeten Dosen (800 Internationale Einheiten am Tag) machen. Die Wissenschaftler raten betroffenen Patienten deshalb davon ab, eigenständig und ohne ärztliche Aufsicht mit der Einnahme von Vitamin-E-Präparaten zu beginnen.
N Engl J Med. 2010 May 6;362(18):1675-85. Pioglitazone, vitamin E, or placebo for nonalcoholic steatohepatitis. Sanyal AJ, Chalasani N, Kowdley KV, McCullough A, Diehl AM, Bass NM, Neuschwander-Tetri BA, Lavine JE, Tonascia J, Unalp A, Van Natta M, Clark J, Brunt EM, Kleiner DE, Hoofnagle JH, Robuck PR; NASH CRN.
letzte Änderung 02. Februar 2012, 11:59 Uhr
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Stand: 05-Feb-2012, 03:49 AM
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