Frankfurt am Main, 05.03.2004
LEEDS (MedCon) – In Großbritannien ist die Leberforschung einen guten Schritt vorangekommen, berichtet der britische Sender BBC. Wissenschaftler um Dr. Peter Walker haben am Computer ein Modell für eine Glas-Leber entwickelt, die dabei helfen soll, bessere Behandlungsmöglichkeiten für leberkranke Menschen zu finden.
Laut Walker ist die Leber ein „sehr komplexes Organ, das noch nicht völlig verstanden“ wird. Sie ist auch das einzige Organ, in dem sich das Blut von Venen und Arterien mischt. Das arterielle Blut aus den Lungen gibt den Zellen den Sauerstoff, den sie zum Funktionieren brauchen, während das Blut aus den Venen der Verdauungsorgane Unreinheiten in die Leber zur Reinigung transportiert.
Erstes Ziel bei diesem „Leber-Computer“ aus winzigen achteckigen Glasplättchen, aus deren Ecken Kanäle zum Zentrum verlaufen, und das wie eine Dialyse-Maschine wirkt, wird es deshalb sein, genau die Bau- und Funktionsweise des tatsächlichen Organs nachzuvollziehen.
„Es könnte eine Alternative zu Tierversuchen bei der Erprobung von Lebermedikamenten liefern und uns einen Schritt näher dazu bringen, Lebergewebe künstlich herstellen zu können“, erklärte Walker der BBC. Inzwischen haben sich schon Kritiker zu Wort gemeldet. Sie glauben, dass es übereilt wäre, von einem für die Patienten praktischen Nutzen bereits zu sprechen, solange noch nicht geklärt sei, wie und ob Leberzellen lange außerhalb des Körpers überleben können.
letzte Änderung 02. Februar 2012, 11:59 Uhr
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Stand: 05-Feb-2012, 03:46 AM
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