Frankfurt am Main, 08.04.2004
BONN 6.4.2004– Schimmel zeigt sich meist als grünlich-weißer Belag vor allem auf Brot, Früchten, Nüssen, Käse oder Konfitüre. Unbesorgt schneiden manche das faule Teil ab, kratzen den Schimmel von der Marmelade und lassen sich Obst oder Sandwich trotzdem schmecken. Doch Vorsicht ist geboten, warnen Gesundheitsexperten jetzt im aid infodienst, denn dadurch gelangen Gifte in den Körper, mit denen die Leber manchmal gar nicht fertig wird.
Was man von außen als weißen, grünen oder grauen Belag sehen kann, ist der Pilzrasen, dessen Fadengeflecht tief in das Lebensmittel hineinwächst und dort unsichtbar ist. Bei ihrem Wachstum bilden die Schimmelpilze Giftstoffe, die Mycotoxine. Ein solches Pilzgift ist zum Beispiel das Aflatoxin, das als stark leberschädigend gilt, betonen die Ernährungswissenschaftler. Auch eine krebserzeugende Wirkung wird diskutiert. Andere Pilzgifte können die Nieren schädigen und die körpereigenen Abwehrkräfte unterdrücken. Schimmel verbreitet sich durch Sporen, winzige Kugeln, die unsichtbar für das menschliche Auge durch die Luft fliegen und sich auf den Lebensmitteln vermehren. Schimmel gedeiht besonders gut dort, wo es feucht und warm ist.
Bei ganzen Brotlaiben und Hartkäse (Bergkäse, Greyerzer, Parmesan, Chester, Manchego) am Stück können Sie die verschimmelten Stellen großzügig abschneiden. Bei Schnittbrot sollten Sie auch einige Scheiben vor und hinter der verschimmelten Stelle wegwerfen. Auch bei Konfitüre mit einem Zuckergehalt von über 60 Prozent dürfen Sie den Schimmel großzügig herausheben.
Durch und durch verschimmelte Lebensmittel und verschimmelte Nüsse, Mandeln, Pistazien, Getreide sowie Getreideprodukte müssen Sie ganz wegwerfen. Ebenso gehören verschimmelte Lebensmittel mit hohem Wassergehalt wie zum Beispiel Weichkäse, Jogurt, Quark, Säfte, Suppen, Soßen und angeschimmelte Käsescheiben in den Müll. Und auch Obst mit weichen Faulstellen ist nicht mehr zum Verzehr geeignet. Zum Schutz vor Schimmel sollten Sie Lebensmittel kühl, trocken und abgedeckt lagern. Ihre Leber wird es Ihnen danken!
Quelle: Agrarinformationsdienst (aid), Bonn, Februar 2004.
letzte Änderung 02. Februar 2012, 11:59 Uhr
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Stand: 05-Feb-2012, 02:48 AM
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