Frankfurt am Main, 24.06.2004
MÜNCHEN (MedCon) - Hoffnung verheißt ein neues Therapieverfahren am Uniklinikum München für Patienten mit Lebertumoren, die weder chirurgisch noch chemotherapeutisch erfolgreich behandelt werden konnten: Die so genannte Selective Internal Radiation Therapy (SIRT) zeigte bisher gute Resultate.
Als erstes Institut in Europa ist die Klinische Radiologie am Klinikum Großhadern der Universität München in der Lage, die SIRT als Therapieverfahren bösartiger Lebertumoren anzubieten. Trotz vieler Bemühungen erlebt ein erheblicher Teil der Patienten mit solch schwierigen Karzinomen mit den traditionellen Behandlungsregimen oft noch ein Fortschreiten der Lebererkrankung. Die neue SIRT-Methode scheint dagegen dem Einhalt zu gebieten. Bei diesem Verfahren werden so genannte biokompatible Mikrosphären, die eine radioaktive Substanz mit sehr kurzen Reichweiten enthält, direkt in die Leber versorgenden Gefäße (Leberschlagader) gespritzt. Hierdurch werden Tumoren vor Ort einer hohen Strahlendosis ausgesetzt und gleichzeitig Tumorgefäße verschlossen.
"Noch vor wenigen Jahren hatten Patienten mit Lebermetastasen geringe Lebenserwartungen", betonte Prof. Dr. Dr. h.c. Maximilian Reiser, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie, bei der Präsentation der Therapie. "Wir wenden in Großhadern die in Australien entwickelte Methode in Zusammenarbeit mit den Onkologen und den Nuklearmedizinern seit vorigem Jahr an. Unsere ersten Erfahrungen sind dabei gerade in Hinblick auf den Erhalt der Lebensqualität der behandelten Patienten sehr positiv."
Quelle: Universität München
letzte Änderung 10. Mai 2012, 13:32 Uhr
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Stand: 18-May-2012, 11:43 AM
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