Frankfurt am Main, 26.01.2005
LONDON (MedCon) - Britische Wissenschafter um Dr. Nagy Habib vom Hammersmith Hospital London untersuchen jetzt, ob erwachsene Stammzellen eine Leberzirrhose rückgängig machen können. Dabei wollen sie Stammzellen aus dem Knochenmark des Patienten für die Behandlung einsetzen, vermeldete kürzlich der britische Rundfunk BBC.
Der neue Behandlungsansatz beruht auf der Entnahme von Blut und der Trennung in seine einzelnen Bestandteile. Stammzellen werden von den weißen Blutkörperchen isoliert und in die Leberarterie injiziert. Die roten Blutkörperchen werden dem Körper über den Arm wieder zugeführt. Labortests haben gezeigt, dass dieser Ansatz die Funktion der Leber verbessern kann, in dem sie wieder mit Stammzellen besiedelt wird.
Bei chronischen Lebererkrankungen kommt es zu einem Zellverlust und damit zu einer Einschränkung der Organfunktion. Derzeit werden Patienten für die Studie gesucht, um die Sicherheit und Effektivität des Behandlungsansatzes zu testen.
Kurz zuvor hatten japanische Forscher bereits in der Fachzeitschrift New Scientist über ihr Vorhaben berichtet, diesen Stammzell-Ansatz für die Behandlung von Leberfibrosen nutzen zu wollen. Derzeit besteht die einzige Hoffnung für die Betroffenen in einer Lebertransplantation.
letzte Änderung 10. Mai 2012, 13:32 Uhr
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Stand: 18-May-2012, 11:26 AM
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