Frankfurt am Main, 24.02.2005
KÖLN (MedCon) - Ein britisch-norwegisches Mediziner-Team hat jetzt einen Zusammenhang zwischen der Blutmenge, die durch die Leber des Ungeborenen im letzten Schwangerschaftsdrittel fließt, und der Kost bzw. Schlankheit der werdenden Mutter festgestellt. Dieser Blutstrom ist bei sehr dünnen oder schlecht ernährten Schwangeren erhöht und könnte die Leberfunktion des Kindes auf Jahre hinaus negativ beeinflussen, schreiben die Forscher um Studienleiter Dr. Keith Godfrey (Universität Southampton) in der Fachzeitschrift Circulation Research.
Sie untersuchten die Leberentwicklung von 381 gesunden Babys, deren Mütter vor und während der Schwangerschaft zu ihrer Ernährung befragt wurden. Die Ergebnisse lassen die Vermutung zu, das vor der Geburt viele normale Kinder sich an die Nahrungsversorgung durch die Mutter anpassen und die Menge des Bluts, das zur Leber fließt, verändern.
Dieses "die Leber schonende Blutflussmuster" scheint dem Baby dabei zu helfen, im Bauch weiter zu wachsen, selbst wenn der Körper der Mutter nicht mehr die nötigen Nahrungsvorräte bietet.
Allerdings vermuten die Mediziner nun, dass dies Auswirkungen darauf haben kann, wie die Leber im späteren Leben des Kindes etwa Fette verarbeitet, oder auch auf das Diabetes- bzw. Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko. Daher seien weitere Nachforschungen über längere Zeiträume notwendig, schreibt das Team.
letzte Änderung 10. Mai 2012, 13:32 Uhr
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Stand: 18-May-2012, 11:27 AM
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