Frankfurt am Main, 20.06.2005
HOMBURG/SAAR (MedCon) - Mit einer gentechnischen Methode - der so genannten RNA-Interferenz - wollen Mediziner an der Universitätsklinik des Saarlands gegen schwer zu behandelnden Leberkrebs vorgehen. Dafür erhielten der Diplom-Biologe Jörg Haupenthal und der Onkologe PD Dr. Dr. Albrecht Piiper kürzlich einen der sechs diesjährigen Forschungspreise der Freunde des Universitätsklinikums des Saarlandes e.V.
Das Leberzellkarzinom ist hoch resistent gegenüber Krebsmitteln (Zytostatika) und deshalb bisher kaum therapierbar. Eine vielversprechende Therapie dürfte künftig in der Ausschaltung der Expression fehlregulierter Gene liegen, die die Ursache dieser Therapieresistenz sind.
In ihrem Forschungsprojekt "Therapie des hepatozellulären Karzinoms mittels siRNAs gegen Plk1 und IGF-II" wollen die beiden Forscher auf der Basis umfangreicher gentechnischer Vorarbeiten in Tierversuchen weitere Erkenntnisse über den Einsatz von kurzen, doppelsträngigen RNA-Molekülen, so genannten small interfering RNAs (siRNAs), bei der Therapie des Leberzellen-Krebses gewinnen. Die Studie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Pathologischen Institut der Universität Heidelberg.
letzte Änderung 02. Februar 2012, 11:59 Uhr
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Stand: 05-Feb-2012, 03:55 AM
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