Frankfurt am Main, 21.09.2005
KÖLN (MedCon) - "Kaffeetanten" haben jetzt noch einen weiteren Grund, ihren Tag mit einer Tasse Kaffee zu beginnen: Dadurch lässt sich nämlich das Risiko für Leberkrebs senken, haben japanische Forscher jetzt herausgefunden.
Dr. Taichi Shimazu vom Tohoku Universitätsklinikum in Sendai wertete mit seinen Kollegen Mehrjahres-Daten von 60 000 Landsleuten nach Kaffeekonsum und Leberkrebs-Auftreten aus und entdeckte, dass im Vergleich zu Leuten, die nie Kaffee zu sich nahmen, die regelmäßigen Kaffeetrinker ein um 42 Prozent geringeres Risiko hatten, an Leberkarzinomen zu erkranken.
Die Gründe dafür sind noch nicht völlig geklärt, aber die Forscher vermuten aus Tierversuchen, dass vor allem ein Inhaltsstoff - die Chlorogensäure - für den Krebsschutz verantwortlich ist
Der Schutzeffekt war aber - so zeigte die Detailanalyse - nur bei den Leuten stark, die schon eine Vorgeschichte für Lebererkrankungen (z. B. Hepatitis) hatten.
Frühere Studien hatten bereits anderen Inhaltsstoffen des Kaffees eine günstige Wirkung nachgewiesen - etwa bei Diabetes mellitus oder Morbus Parkinson. Allerdings - so betonen auch die japanischen Autoren - müsse dafür Kaffee regelmäßig, aber in Maßen konsumiert werden.
Quelle: International Journal of Cancer August 2005.
letzte Änderung 02. Februar 2012, 11:59 Uhr
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Stand: 05-Feb-2012, 03:46 AM
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