Hoffnung für Kranke mit metabolischen Leber-Störungen

Frankfurt am Main, 06.12.2005

KOPENHAGEN (MedCon) – Die Zahl der Lebertransplantationen hat in Europa in den letzten zehn Jahren deutlich zugenommen. Dennoch ist der Eingriff immer noch sehr belastend für Patienten mit schweren Leberschädigungen. Jetzt scheinen französische Mediziner im Tierversuch eine Alternative entdeckt zu haben, berichtete Studienleiter Dr. Ibrahim Dagher bei der diesjährigen United European Gastroenterology Week (UEGW) in Kopenhagen.

Partiale Portal-Embolisation (PPE) nennen die Forscher das schonende Verfahren, das von den Experten auf dem Kongress als „Durchbruch“ in der Leber-Chirurgie gefeiert wurde. Dabei macht man sich die Regenerationsfähigkeit der Leber zu eigen, in dem man zunächst die Hauptvene der Leber verklebt (Embolisation), um ein Lebersegment zu isolieren und daraus Zellen, die so genannten Hepatozyten, zunächst zu entnehmen, aufzubereiten und dann wieder zurück zu transplantieren.

Allerdings wird die Methode erst einmal nur für Patienten mit metabolischen Lebererkrankungen angewandt werden können – und das sind lediglich sechs Prozent der Kandidaten, die für eine Lebertransplantation in Frage kommen, erklärte Dagher.

Quelle: UEGW 2005, 15. - 19.10. 2005.

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Stand: 05-Feb-2012, 02:49 AM
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