Frankfurt am Main, 07.05.2009
COLUMBIA (MedCon) – Eine neue Studie deutet auf einen Zusammenhang zwischen geringer aerober Fitness und nicht-alkoholischer Fettleber hin. Aus ihren Ergebnissen schlussfolgern die Autoren, dass Sport zur Behandlung einer Fettleber-Erkrankung eingesetzt werden kann.
Die aerobe Fitness ist ein wichtiger Bestandteil der allgemeinen körperlichen Fitness. Sie entscheidet darüber, wie gut das Herz und das Herz-Kreislauf-System den Körper mit Sauerstoff und Energie versorgen. Vor allem Ausdauersportarten wie Walking, Radfahren und Joggen verbessern die aerobe Fitness.
Bei Menschen, die an einer nicht-alkoholischen Fettleber leiden, sammelt sich in der Leber Fett an; zudem haben sie hohe Blutfettwerte, was die mit Fettleibigkeit einhergehenden Risikofaktoren noch verstärkt. Die Erkrankung führt zu einer Schädigung der Leber, die als Fibrose bezeichnet wird.
Um die Verbindung zwischen Fitness und der Fettleber-Erkrankung zu erforschen, züchteten Dr. John Thyfault von der University of Missouri und seine Kollegen zwei verschiedene Sorten von Ratten: Tiere, die von Natur aus fit waren, und Tiere, die von Natur aus eher „unfit“ waren. Die fitten Ratten konnten 1500 Meter rennen, die unfitten Tiere schafften nur 200 Meter.
Der Effekt auf die Lebern der Ratten war verheerend. Im Alter von 25 Wochen zeigten die unfitten Nager deutliche Symptome einer nicht-alkoholischen Fettleber-Erkrankung. Nach dem natürlichen Tod der Ratten stellten die Forscher fest, dass sie beträchtliche Schäden an der Leber aufwiesen, darunter Fibrose (eine Vorstufe der Zirrhose) und absterbende Zellen. Die fitten Ratten hatten dagegen ihr ganzes Leben lang gesunde Lebern.
Die Autoren regen an, dass eine nicht-alkoholische Fettleber möglicherweise durch ein angemessenes Bewegungsprogramm, das die aerobe Fitness verbessert, behandelt oder vermieden werden könnte.
Quelle: Erstellt von MedCon aus: The Journal of Physiology, online veröffentlicht am 23. Februar 2009, Rats selectively bred for low aerobic capacity have reduced hepatic mitochondrial oxidative capacity and susceptibility to hepatic steatosis and injury, John P Thyfault, RS Rector, Grace ME Uptergrove, Sarah J Borengasser, E Matt Morris, Yongzhong Wei, Matt J Laye, Charles F Burant, Nathan R Qi, Suzanne E Ridenour, Lauren G. Koch, Steve L Britton, and Jamal A Ibdah.
letzte Änderung 10. Mai 2012, 13:32 Uhr
produced by GPM mbH
URL: http://www.leber-info.de/meldungen/detail_134.jsp
Stand: 18-May-2012, 11:37 AM
© 2012 leber-info.de. Alle Rechte vorbehalten.