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Ursache:

Reduzierte Ammoniak-Entgiftung in der Leber

Obwohl mehrere Hypothesen zur Ursache der hepatischen Enzephalopathie diskutiert werden, wird einem erhöhten Ammoniak-Wert im Blut eine wesentliche, ursächliche Rolle beigemessen. Diese "Hyperammoniämie" wird allgemein als Folge einer reduzierten Entgiftungsfunktion der Leber angesehen: Das Blut wird in der Leber nicht mehr ausreichend von dem im Darm produzierten Ammoniak gereinigt, so dass es zu einer schleichenden Vergiftung und in ihrer Folge zur hepatischen Enzephalopathie kommt. Dabei ist es für das Erscheinungsbild der hepatischen Enzephalopathie weitgehend unerheblich, ob sie durch einen Funktionsverlust der Leberzellen oder durch Umgehungskreisläufe verursacht wird. Während im ersten Fall die Entgiftungsmechanismen und insbesondere die sogenannten "Scavenger-Zellen" innerhalb der Leber defekt sind und ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen können, umfließt das ammoniakreiche Portalblut im zweiten Fall die Leber und entgeht damit der Entgiftung. Das Ergebnis ist in beiden Fällen das gleiche: Toxische (giftige) Substanzen aus dem Stoffwechsel von Darm, Muskulatur sowie Niere gelangen ungefiltert in den systemischen Kreislauf und damit in das Gehirn. Charakteristisch ist in diesem Zusammenhang der Anstieg des giftigen Ammoniaks im Blut.

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Stand: 26.07.2007, 17:34 Uhr
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