Die hepatische Enzephalopathie wird in vier Grade eingeteilt, wobei zusätzlich eine latente Form (leichtes Durchgangssyndrom) mit einbezogen wird. Die Symptome reichen dabei von der klinischen Unauffälligkeit bis zum tiefen Leberkoma. Wichtig zu wissen ist, dass die latente Form der hepatischen Enzephalopathie bei 60 - 70 % der Zirrhose-Patienten nachweisbar ist. Und schon das latente Stadium besitzt erhebliche Bedeutung: ein Großteil dieser Patienten gilt bereits als fahruntüchtig und ist sowohl bei manuellen Berufen mit Arbeit an Fließbändern und im handwerklichen Bereich als auch in der intellektuellen Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.
Schweregrad |
Symptomatik |
Psychometrie |
Grad 0 (latente HE) |
Keine Störung |
pathologisch |
Grad 1 |
Geringe Bewußtseinstrübung, Euphorie oder Ängstlichkeit, verkürzte Aufmerksamkeitsspanne, Rechenschwäche (Addition) |
pathologisch |
Grad 2 |
Lethargie oder Apathie, geringfügige zeitliche oder örtliche Desorientiertheit, geringfügige Persönlichkeitsveränderungen, inadäquates Verhalten, Rechenschwäche (Subtraktion) |
pathologisch |
Grad 3 |
Somnolenz bis Semistupor, Reaktion auf verbale Reize, Verwirrtheit, starke Desorientiertheit |
nicht möglich |
Grad 4 |
Koma (keine Reaktion auf verbale Reize oder Schmerzreize) |
nicht möglich |
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Letzte Änderung: 26.07.2007, 17:34 Uhr
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Stand: 26.07.2007, 17:34 Uhr
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