Die unter den verschiedenen Lebererkrankungen auftretende Enzephalopathie reicht von geringfügigen Beeinträchtigungen des Bewusstseins oder subtilen Störungen der intellektuellen Fähigkeiten bis hin zu schweren Verwirrtheitszuständen und zum Koma. Sie unterscheidet sich in ihrem Erscheinungsbild nicht von anderen Enzephalopathien, d.h. Hirnstörungen anderer Herkunft, die z.B. unter hypoglykämischen Zuständen (Unterzuckerung, Verminderung des Blutzuckers), CO2-Narkose, urämischen Zuständen (Niereninsuffizienz, Harnvergiftung) oder Schlafmittelvergiftungen zu beobachten sind.
Die Diagnose einer hepatischen Enzephalopathie kann also nur aus dem Vorliegen einer Lebererkrankung und einer Hirnleistungsstörung gestellt werden. Dabei handelt es sich zumeist um Leberzirrhosen, bei denen häufig ausgeprägte Umgehungskreisläufe um die Leber (portosystemische Kollateralen) vorhanden sind. In seltenen Fällen können auch eine chronische Hepatitis mit portalem Hochdruck und Lebermetastasen die Ursache der hepatischen Enzephalopathie sein.
Symptome wie ein veränderter Atemgeruch, grobschlägiges Zittern oder ein gesteigerter Muskeltonus können die Diagnose stützen. Voraussetzung ist zudem in jedem Fall ein Laborbefund, der einen erhöhten Blutammoniakspiegel ausweist.
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Letzte Änderung: 08.08.2007, 15:23 Uhr
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Stand: 08.08.2007, 15:23 Uhr
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