Die Blutgerinnung ist ein sehr komplizierter Prozess, an dem auch Eiweiße (Proteine) beteiligt sind, die in der Leber hergestellt werden. Wird beispielsweise die Substanz Prothrombin vermindert gebildet, kann die Blutgerinnungszeit verlängert sein. Das ist mit dem bekannten Quick-Test leicht nachweisbar. Allerdings beweisen auch diese Veränderungen einen Leberschaden nicht, denn auch andere Faktoren können zu einer verlängerten Blutung führen, z.B. Mangel an Vitamin K oder gerinnungshemmende Medikamente. Es ist aber richtig, bei Blutungsneigung zunächst einen eventuell zugrunde liegenden Leberschaden mit entsprechenden Tests auszuschließen.
Albumin wird nur in der Leber hergestellt. Im menschlichen Organismus sind etwa 300 Gramm Albumin vorhanden. Täglich produziert die Leber ungefähr zwölf Gramm. Albumin hält den Gewebedruck aufrecht und ist für den Flüssigkeitsaustausch unerlässlich. Kann die kranke Leber nicht mehr ausreichend Albumin produzieren - z.B. bei einer Zirrhose -, kommt es daher zum Flüssigkeitsübertritt in das Gewebe, zum Ödem. Allerdings ist auch Albumin kein absolut sicherer Leberwert, denn durch Hunger, Nierenleiden mit Albuminausscheidung, Durchfälle usw. ist die Konzentration dieses Eiweißkörpers "verlustbedingt" erniedrigt, auch wenn die Leber normal arbeitet.
letzte Änderung 02. Februar 2012, 11:59 Uhr
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Stand: 05-Feb-2012, 03:15 AM
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