Enzyme

Transaminasen oder Aminotransferasen

Diese Enzyme sind am Zellstoffwechsel beteiligt und beeinflussen den Abbau und Umbau von Eiweißbausteinen (Aminosäuren). In den Leberzellen sind sie reichlich enthalten, aber auch im Herzmuskel, in der Skelettmuskulatur, in den Nieren, in den Lungen und im Gehirn. Insofern sind diese Enzymwerte z.B. bei einem Zelluntergang in der Herzmuskulatur infolge einer Mangeldurchblutung - also einem Herzinfarkt - oder bei Muskelquetschungen im Blut erhöht. In der Leber ist ihre Konzentration besonders hoch und sie reagieren auf Leberschäden sehr deutlich. Bei einer akuten Hepatitis können die Werte der Transaminasen auf 3000 bis 10000 U/l ansteigen. Bei chronischen Leberkrankheiten, wenn die Leberzellen erst allmählich geschädigt werden, liegen die Transaminasen wesentlich niedriger. Sehr hohe Transaminasen-Werte finden sich bei Knollenblätterpilz-Vergiftungen, die zu akuten, schweren Leberschädigungen führen.

Wichtige Transaminasen sind:

Gamma-Glutamyl-Transpeptidase (Gamma-GT)

Dieses Enzym ist bekannt als Indiz für chronisch erhöhten Alkoholkonsum. Es ist ebenfalls im Eiweißstoffwechsel wirksam und befindet sich in vielen Organen und Geweben. Sein erhöhtes Vorkommen im Blut spricht häufig für einen chronischen Leberschaden, beispielsweise durch die Giftwirkung des Alkohols.

Es beweist den Alkoholmissbrauch aber keinesfalls, denn auch bei einer Schädigung der Leber durch andere Gifte oder einen Gallenrückstau, etwa infolge von Gallensteinen, kann dieses Enzym über einen längeren Zeitraum deutlich erhöhte Werte im Blut aufweisen.

Alkalische Phosphatase (AP)

Dieses in vielen Organen (beispielsweise auch im Knochen oder in der Dünndarmschleimhaut) vorkommende Enzym kann im Blut durch verschiedene Ursachen erhöht sein -u.a. wenn die Wände der Gallenkanäle entzündungsbedingt geschädigt wurden. Der Anstieg ist lange vor einer auftretenden Gelbsucht messbar. Außerdem ist die AP in den Jahren des Körperwachstums sowie in der Schwangerschaft erhöht - hier wegen der Heranbildung der Plazenta, des so genannten Mutterkuchens.

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Stand: 26-May-2013, 04:13 AM
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